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Freundschaftsspiele Freundschaftsspiel FC Kölli - Roter Stern 2009 Freundschaftsspiel FC Kölli - Roter Stern 2009
25.09.2009 von BChrom


Zwei Wochen sind seit dem letzten Antreten des RS Schwarzau vergangen, damals konnten wir uns beim Turnier in Schichenau gut präsentieren und zum Schluss sogar den Sieg nach Hause bringen. An diesem Freitagabend ging es bei angenehmen Fußballtemperaturen in einem Freundschaftsspiel gegen den FC Kölli, die uns zu sich ins Gelsenpark Stadion geladen haben.

Schon beim angesprochenen Turnier spielte man gegen eine Abordnung von K√∂lli gegen die man sich auch relativ klar durchsetzen konnte. Diesmal hatte man zus√§tzlich den Topscorer Hubi zur Verf√ľgung und wurde des Weiteren durch einige der √§lteren Herren des Vereins unterst√ľtzt, die durch ihre Routine und Ballsicherheit immer als Verst√§rkung zu z√§hlen sind. Dementsprechend selbstsicher gab man sich auch vor dem Spiel, das Ziel war eindeutig die bisherige nicht berauschende Tordifferenz des aktuellen Jahres am Gro√üfeld (man denke an katastrophale Niederlagen zu Jahresbeginn wie dem 0:8 gegen Mettersdorf) von -1 zumindest auszugleichen.


1. Halbzeit

Zu Beginn allerdings merkte man nichts von dem Selbstvertrauen, das man eigentlich haben sollte. Alle wirkten sehr nerv√∂s, Spielaufbau fand keiner statt. B√§lle wurden nur hoch nach vorne geschlagen und Fehlp√§sse regierten. Wurde versucht kurz zu spielen, endete es sp√§testens an der dritten Station mit einem Fehlpass. Gut - die ersten Minuten zu verschlafen, daran hat man sich schon fast gew√∂hnt. Hatten wir bisher oft das Gl√ľck, dass der Gegner keinen wirklichen Gewinn daraus ziehen konnte, geht das diesmal leider nicht auf. Olli kommt bei einer Aktion gut heraus und bringt den Ball ins Mittelfeld, dort wird er aber gleich wieder verloren. Das was wahrscheinlich als hohe Flanke in den Strafraum gedacht war wird zum Torschuss und der noch zur√ľckeilende Olli hat keine Chance als sich der Ball um Haaresbreite direkt ins Tor senkte. So knapp, das selbst Schiedsrichter und Teile der Mannschaften zuerst dachten, er w√§re hinter dem Tor gelandet. So war es nicht und schon rannte man einem R√ľckstand hinterher, der umso bitterer war als man bis dato noch keinen guten Angriff hatte. Anscheinend war aber genau dieser R√ľckstand das, was die Mannschaft gebraucht hat und nicht lange nach dem F√ľhrungstreffer f√ľr K√∂lli lies Chris seine Gef√§hrlichkeit im Strafraum aufblitzen, als er einen kurz nach oben abgewehrten Ball sicher per Kopf zum Ausgleich in die Maschen setzte. Danach vielleicht die beste Phase in der ersten Halbzeit des Roten Sterns, der aber keine wirklich zwingenden Chancen herausspielen kann. FC K√∂lli daf√ľr im Kontern immer gef√§hrlicher und nutzt den vielen Platz den wir ihnen im Mittelfeld zum Spielen √ľberlassen auch ausgezeichnet. Das n√§chste Tor allerdings f√§llt nach einer sch√∂nen Einzelaktion bei der zuerst zwei Defensivmannen einen K√∂lli-Spieler nicht vom Ball trennen k√∂nnen. Dieser zieht in die Mitte und von dort aus ca. 25m flach ab. Zum zweiten Mal an diesem Abend muss man also einem R√ľckstand hinterher laufen, doch auch dieser kann noch in der ersten Halbzeit egalisiert werden. Nach einer Ballstafette auf die linke Seite wird wieder Chris in der Mitte gesucht. Sein Bewacher erwischt den Ball zwar noch vor ihm, kann ihn allerdings nur mehr ins eigene Tor wehren.
2:2 war auch der Pausenstand. So richtig wusste man nicht was los war. Zwischen Offensive und Defensive klafften L√∂cher in denen Moses sein Volk h√§tte durchf√ľhren k√∂nnen und auch sonst lief nicht viel zusammen. Ehrlicherweise muss man zugeben, mit dem Zwischenstand noch gut bedient gewesen zu sein, in der ersten Halbzeit war man sicher nicht die gef√§hrlichere Mannschaft...


2. Halbzeit

Anscheinend hat die Pause gut getan, denn in die zweiten 45 Minuten startete man mit viel mehr Elan. Hinten wurde schneller attackiert und enger gedeckt und auch die R√ľckw√§rtsbewegung im Mittelfeld klappte besser. Vor allem Fuzi auf der rechten Seite bewies nicht nur seine Zweikampfst√§rke sondern machte von Begin an auch mehr f√ľr das Spiel nach vorne. Nun war man doch etwas feld√ľberlegen und auch die Chancen h√§uften sich. Roman war es dann, der nach einem Einwurf in der Mitte keine Anspielstation fand und einfach draufhielt. Der Tormann, der sich zuvor schon 2 Mal bei √§hnlichen B√§llen auszeichnen konnte war gegen diesen Gewaltschuss ins kurze Eck chancenlos obwohl er eigentlich richtig stand. Zum ersten Mal in diesem Spiel ging man also in F√ľhrung.
Statt nun endlich sicherer zu spielen lies man den Gegner noch einmal stark werden und so kam es wie es kommen musste: Nach einem Eckball konnte nur kurz abgewehrt werden, der zweite Versuch von der Seite geht an Freund und Feind vorbei und findet erst am langen Eck einen Abnehmer. Dieser braucht aus 2 Metern nur mehr den Fuß hinhalten. Ausgleich.
Es geht nun hin und her, wobei Roter Stern vielleicht die besseren Chancen hat. Denkt man an Christoph, der vor dem gegnerischen Tor gerade noch vor Fuzi "kl√§rt" und aus k√ľrzester Distanz den Ball √ľber das Tor bugsiert. Eine 100%ige Chance sozusagen (um die Mathematiker nicht in Aufruhr zu versetzen: Wikipedia definiert Chance als "eine g√ľnstige Gelegenheit" und das war es ja wohl auch zu 100% (mindestens)). Kurze Zeit sp√§ter macht er es aber wieder gut und verwandelt einen weiteren Abklatscher zur erneuten F√ľhrung.


Gleich danach aber wieder K√∂lli. Ein St√ľrmer dringt in den Strafraum ein, Berti versucht in abzudr√§ngen und sein Gegenspieler zeigt was er in der Laienschauspielschule gelernt hat. Eine dramaturgisch einwandfreie Darstellung die in einem spektakul√§ren Sturz ihr Ende findet. Es kann gut sein, dass es ein Elfer war, dass etwas gehalten oder gesto√üen wurde - sogar sicher, die Tatsachenentscheidung des Unparteiischen ist nicht in Frage zu stellen - doch so tragisch wie man uns weis machen wollte war die Aktion wahrscheinlich nicht. Wir wollen uns nicht weiter damit befassen, denn Olli blieb seinem Ruf als Elfer-Killer treu und holt den Strafsto√ü aus dem linken Eck.
In den letzten 15 Minuten kann sich keine der beiden Mannschaften mehr richtig durchsetzen. Schwarzau schafft es nicht ihre Chancen zur Entscheidung zu verwerten, FC Kölli kommt auch noch zu einige Möglichkeiten unter anderem ein Stangenschuss, der Ausgleich bleibt ihnen aber ebenfalls verwehrt.

Fazit

Kein sch√∂nes Spiel, kein gutes Spiel. Zwei Mannschaften, die beide nie so richtig ins Spiel fanden standen sich gegen√ľber und am Ende triumphierte die etwas gl√ľcklichere. Auf Grund der guten Chancen in der zweiten H√§lfte geht der Sieg wohl in Ordnung, √ľber ein Unentschieden oder gar eine Niederlage h√§tte man sich aber auch nicht beschweren d√ľrfen.
Wie dem auch sei, das Spiel wurde durchwegs fair gespielt, es hat sich keiner verletzt und am Ende ging man sogar als Sieger vom Feld. Um es noch positiver zu sehen: Hubi hat sich mit 2,5 Toren wieder zur√ľckgemeldet, wir haben auch nach den R√ľckst√§nden nicht aufgegeben, Olli hielt sogar einen Elfmeter und die Tordifferenz steht auch wieder bei 0. Also was will man mehr? Sch√∂nen Fu√üball?




Ergebnis

FC Kölli - Roter Stern 3:4 (Tore: 2 x Pucher Ch., Leber R., Eigentor Kölli)





Weitere Bilder gibts auf Grund der schleißigen Qualität keine in der Galerie.



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