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Kleinfeldturniere Kleinfeldturnier in Dörfla 2008 Kleinfeldturnier in Dörfla 2008
07.06.2008 von fuellstoff


An das Kleinfeldturnier des FC Montag in Döfla hat der RSW gute Erinnerungen aus dem Vorjahr. Nach guten Leistungen und vielen Toren in der Vorrunde und im Halbfinale (insgesamt waren es 14 Volltreffer) scheiterte Roter Stern erst im Finale an dem FFC Trössengraben, der sich heuer in der gleichen Vorrundengruppe wie der RSW befand. Außerdem war mit dem FC Döfla (im Vorjahr 3.) ein weiteres Kaliber in der Gruppe A zu finden, die vom Papier her also sehr schwer zu bewältigen war (nur die ersten beiden der 5er Gruppe stiegen ins Halbfinale auf).

Die Vorrunde

Im ersten Spiel gegen Malereibetrieb Deng ging es Roter Stern vielleicht ein wenig zu vorsichtig an. Hinten stand die 3er Abwehr zwar gut, da bei fünf Feldspielern aber wenig für die Offensive übrig blieb kam Roter Stern nach vorne hin nicht richtig in die Gänge. Es gab zwar schon vereinzelte Chancen auf beiden Seiten: Pucher S. schoß aus aussichtsreicher Position mit links drüber, auch Pucher D. vergab einmal. Auf der anderen Seite hatte der RSW bei einem Eckball für den Gegner Glück als der Ball direkt auf die Latte sprang. Und als Goalie Gründl bei einem Abwehrversuch den Stürmer, der allein vor ihm auftauchte, mit den Händen wegdrängte und dieser dann aus sehr spitzem Winkel knapp am Tor vorbei schoss (über einen Strafstoß hätten wir uns nicht beklagen dürfen). Letztendlich blieb es bei einem 0:0 Unentschieden.


Der nächste Gegner hieß FFC Trössengraben. In dieser Partie (Roter Stern stellte auf ein 2-1-2 System um) konnten die Schwarz-Gelben mehr Ballbesitz vorweisen und machten über weite Strecken das Spiel, der RSW war aber im Konter brandgefährlich und konnte die deutlich besseren Chancen herausspielen. Nach einem Eckball traf Ferk K. den Ball bei seinem Kopfball nicht richtig, zwei satte Schüsse von Schadlbauer wurden vom Tormann pariert, Suppan F. verzog einmal knapp und auch Ferk Martins Schuss aus spitzem Winkel wurde vom Tormann gehalten (da wäre Daniel in der Mitte frei gestanden). Trössengraben war eigentlich nur zwei Mal wirklich gefährlich: Nach einem Gestocher konnte schlussendlich unser Goalie Gerald den Ball erobern, als ihn ein wenig später ein Stürmer überspielte war für diesen der Winkel schon zu spitz. Auch dieses Spiel endete also mit 0:0.


Gegen den FC Zerlach, der bis dahin alle Spiele deutlich verlor, musste nun endlich ein Sieg her. Dementsprechend engagiert trat der RSW auch auf. Nach einem Vorstoß von Schadlbauer passierte im Zusammenspiel mit Pucher D. allerdings ein Missverständnis, der RSW verlor in weiterer Folge den Ball an der Mittellinie und es ergab sich eine 2:1 Situation für den Gegner vor unserem Tor. Diese Chance ließ sich Zerlach nicht nehmen, einer haute mit dem Spitz drauf und es stand 0:1. Durch den Gegentreffer etwas geschockt, versuchte Roter Stern dann mit allen Mitteln diese Partie zu drehen. Nach einem sehenswerten Doppelpass zwischen Daniel und Martin spitzelte Letzterer den Ball vor dem Tormann zum Ausgleich ins Tor. Eine sehr schöne Aktion der beiden. Dannach agierte Roter Stern weiter druckvoll. Suppan Fredi hatte bei zwei Chancen mit Stangen- und Lattenschuss zuerst noch Pech, Pucher Daniel machte mit einem Tor ("I kann mi net mehr erinnern, aber es war sicher ein Tor") zum 2:1 den Sieg perfekt. Zerlach wurde dannach nur einmal gefährlich, Ferk Karli zündete aber den Turbo und holte den allein aufs Tor laufenden Stürmer noch ein.


Nach einem Blick auf die bisherigen Ergebnisse in unserer Gruppe war klar, gegen den FC Dörfla reicht ein Sieg oder ein Unentschieden auf jeden Fall für das Halbfinale. Wie vorher besprochen spielte Roter Stern in der Anfangsphase aber nicht auf ein Unentschieden hin, sondern wollte mit einem Tor eine Vorentscheidung erzwingen. Es lief dann in den ersten Minuten spielerisch gut, der RSW hatte die Partie im Griff bis Pucher Seppi wegen angeblichen Nachtretens die blaue Karte vom Schiedsrichter sah (eigentlich schoss Gründl "nur" einem Gegner ins Gesicht, der dann zu Boden ging, Seppi war anscheinend zur falschen Zeit am falschen Ort). Mit einem Mann weniger und dem Wissen, das ein Unentschieden reicht, zog sich der RSW tief in die eigene Hälfte zurück und konnte auch nach Ablauf der Zeitstrafe nicht wieder auf Offensive umstellen. Vor allem in der 2ten Hälfte kam man kaum über die eigene Hälfte hinaus, versuchte es gegen Ende auch gar nicht mehr sondern verlagerte sich darauf das Spiel von Dörfla zu zerstören. Dörfla machte eindeutig das Spiel, kam aber kaum zu nennenswerten Möglichkeiten. Ein Kopfball ans Außennetz nach einem Corner war die beste Chance. Nach viel Kampf und nachdem die letzten Bälle nur mehr weit weggeschlagen wurden, war das Spiel endlich vorbei und der RSW holte sich den notwendigen Punkt für den Aufstieg.

Halbfinale

Im Halbfinale traf der RSW dann auf Days in Paradise, gegen den Roter Stern sicher seine schlechteste Partie im Turnierverlauf spielte. Nach vorne ging nicht viel, Pucher Daniel scheiterte bei der besten Chance am Goalie, der mit seiner depperten permanenten Schreierei wahrscheinlich davon ablenken wollte, dass er in Wahrheit ein ständiger Unsicherheitsfaktor war. Außerdem schoss Karli nach einer schönen Vorlage von Suppan M. (der nur bei diesem Spiel anwesend war) knapp über das Tor und erwischte einen Staglpass von Martin knapp nicht. Hinten gab''s auch immer wieder Unsicherheiten (vor allem in der Anfangsphase sehr viele Abspielfehler und unnötige Ballverluste) und ein paar schön herausgespielte Möglichkeiten des Gegners. Einen Schuss aus kurzer Distanz konnte Gerald noch bravurös abwehren, später war er einer ähnlichen Situation zwar wieder auf seinem Posten, das Nachschüsschen rollte aber gerade noch über Linie. Ganz knapp vor dem Schlusspfiff hatte Days in Paradise sogar noch die Chance auf eine weiteres Tor, nachdem Gerald mit nach vorne gegangen ist. Der Ballführende Spieler scheiterte aber an der Koordination der eigenen Beine vor dem leeren Tor.


Spiel um Platz 3

Im kleinen Finale traf Roter Stern wieder auf den FFC Trössengraben, der im zweiten Halbfinale vor allem an einem sehr starken Goalie scheiterte, schlussendlich im Siebenmeterschießen. Die Partie verlief ausgeglichen, wurde aber mit zunehmender Dauer immer härter, wofür auch der Schiedsrichter seinen Teil dazu betrug. Er unterstützte die Spieler des FFC, die sich nach einigen angeblich zu hart geführten Zweikämpfen aufregten, pfiff aber keine Fouls. Seltsam. Außerdem wußte er er oft nicht ob es jetzt Abstoß oder Einwurf geben sollte. Diese Dinge waren wahrscheinlich nicht Spielentscheidend, führten aber halt zu ständigen Diskussionen und in weiterer Folge eben zu einem hitzigen Spiel. Gegen Ende der Partie machte Trössengraben dann das 0:1. Dem RSW, der in ein paar guten Aktionen zuvor auch eine Entscheidung zu seinen Gunsten herbeiführen hätte können, blieb nun nur mehr sehr wenig Zeit. Bei einem der letzten Angriffe vergab Thomi nach einem Lauf aus der eigenen Hälfte heraus die Chance auf den Ausgleich, ein Verteidiger warf sich im letzten Moment in seinen Schuss. Er hätte zuvor auch Abspielen können (Überzahlspiel).

Fazit

Beim 3. Antreten bei einem Turnier im Jahr 2008 stand der RSW zum 3. Mal im Halbfinale und wurde schlussendlich immer "nur" Vierter. Das ist zwar ein gutes, wirklich respektables Ergebnis (das auch von Konstanz zeugt), wer aber das Halbfinale erreicht will dann doch auch ins Finale. Bei diesem Turnier hat es eindeutig in der Offensive gehappert, zwei Tore im gesamten Turnierverlauf sind halt zu wenig.
PS: Ab dem Halbfinale waren die Spiele nicht mehr sehr "angenehm" zu spielen, da beide Partien von Diskussionen und teilweise unfairen Aktionen geprägt waren (zB Pfiffe mit einer Schiripfeiffe aus dem Publikum), was aber, wie schon vorher erwähnt, sicher keinen Einfluss auf die Ergebnisse hatte und keine Ausrede sein soll ...

Alle Ergebnisse

RSW - Malereibetrieb Deng 0:0
RSW - FFC Trössengraben 0:0
RSW - FC Zerlach 2:1 (Tore: Ferk M., Pucher D.)
RSW - FC Dörfla 0:0

Halbfinale

RSW - Days in Paradise 0:1

Spiel um Platz 3

RSW - FFC Trössengraben 0:1






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