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Freundschaftsspiele Freundschaftsspiel SV Schwarzau - Roter Stern 2008 Freundschaftsspiel SV Schwarzau - Roter Stern 2008
22.08.2008 von michi


Es sollte ein „historisches“ Derby in Schwarzau werden (durch das Ergebnis) aber dieser Umstand war allen auch schon im Vorhinein klar. Dass die Mannen, die bisher den SV Schwarzau „stell(t)en“ langsam daran denken, die Kickschuhe in die Ecke zu legen, ist kein Geheimnis. Umso erfreulich war es, dass der SV Schwarzau es diesmal schaffte, eine Mannschaft aufzubieten und vielleicht ein letztes Derby zu bestreiten...

Halbzeit uno

Ein leicht nervöser Start beim RSW. Man spĂŒrte den nicht geringen Respekt der JĂŒngeren vor den Routines. Bisher hatte man noch nie am Großfeld gegen Schwarzau gewinnen können und dies, obwohl man schon mal zur Halbzeit mit 2:0 vorne lag. Mit Fortlauf des Spieles schwand aber auch die NervositĂ€t und erste Chancen ergaben sich. Als großer Vorteil fĂŒr RSW sollte sich die Seitenwahl herausstellen weil die sehr krĂ€ftige und tief stehende Sonne machte es fĂŒr die Abwehr des SVS schwer, hohe BĂ€lle richtig einzuschĂ€tzen und so ergaben sich immer wieder gefĂ€hrliche Spielsituationen. Der wie gewohnt sehr gut spielende Platzer Heli (diesmal Libero beim SVS) hatte in der ersten Halbzeit sehr zu kĂ€mpfen. In der zweiten HĂ€lfte, dann mit der Sonne im RĂŒcken, gab es bei hohen BĂ€llen kein Vorbeikommen mehr an ihm.

Am ersten Tor sollte die Sonne allerdings keine Schuld tragen. Ein satter Schuss aufs Tor von halb rechts durch Ferk Karl kann gerade noch auf der Linie von Neubauer Mario gestoppt werden. Der Versuch zu klĂ€ren endet allerdings in einem viel zu kurzen Befreiungsschlag und fĂ€llt Suppan Michael vor die Beine, der sich die Ecke aussuchen kann und aus ca. 5m zum 1:0 trifft. Das Tor tat dem Spiel gut und wurde zu diesem Zeitpunkt auch dem Spielverlauf gerecht. Roter Stern tat mehr fĂŒr das Spiel, hatte mehr und bessere Chancen und fĂŒr die AngriffsbemĂŒhungen der Schwarzauer war meist spĂ€testens beim 16er Schluss. Im Mittelfeld rackerten Ferk Karl und Suppan Alfred wieder Mal unermĂŒdlich und ließen den Schwarzauern ganz wenig Platz. Der, an diesem Tag, mal wieder in Hochform aufspielende Platzer Dominik im Tor des RSW durfte bzw. musste nur ein Mal in der ersten Halbzeit mĂ€chtig in die Trickkisten greifen um einen Schuss zu parieren. Da hatte nicht viel gefehlt und man wĂ€re mit einem 1:1 in die Pause gegangen. So ist es beim 1:0 fĂŒr RSW geblieben. In Anbetracht der vielen Chancen, die sich die Roten am Platz noch erspielten (Suppan Michael alleine vorm Tor, nachdem er Platzer Heli „alt“ aussehen hat lassen, scheiterte klĂ€glichst an Strohmaier Albert; Ferk Martin haut von der Strafraumgrenze aus nach schönem Zuspiel drĂŒber; Pucher Christopf ĂŒberzeugt auch nicht wirklich durch AbschlussstĂ€rke) ein schmeichelhaftes Ergebnis fĂŒr die Schwarzauer.


Beim Roten Stern hatte man die erste Halbzeit recht geschickt gespielt. Das Mittelfeld meist mit hohen BĂ€llen ĂŒberbrĂŒckt (wegen der Sonne eine gute Taktik), die flinken StĂŒrmer haben sich immer wieder im Eins-gegen-Eins durchsetzen können und sonst recht defensiv auf- und eingestellt hat man es den Schwarzauern schwer gemacht. Einzig Pucher Chris ist an dieser Taktik ein wenig verzweifelt. Ob seiner spielerischen StĂ€rke hĂ€tte er gerne mehr SpielzĂŒge, bei denen der Ball am Boden bleibt, gesehen und holte sich daher auch als StĂŒrmer sehr oft selbst den Ball von hinten.

Halbzeit zwo

Diese SpielzĂŒge sollten es dann auch sein, die den RSW erstmals so richtig aufatmen ließen. Unmittelbar nach Wiederankick spielten Ferk Martin und Pucher Chris auf der rechten Seite mit einer sehr schönen und schnellen Kombination die Schwarzauer schwindlig und Martin haute den Ball mit einem Gewaltschuss vom 16er Eck am Tormann vorbei in die Maschen. 2:0 fĂŒr den RSW! Ein Traumtor und erstmals ein wenig Ruhe fĂŒr die Sterne. Doch diese Ruhe wurde irgendwie falsch verstanden. Schwarzau dominierte nun immer mehr das Spielgeschehen. Vor allem Vollmann Thomas, Bauer Robert und Fuchs Bruno bauten ihr Spiel von hinten langsam auf und setzen ĂŒber das Mittelfeld dann die StĂŒrmer Platzer Joachim und Leber Roman ein. Diese beiden Herren sorgten in der zweiten HĂ€lfte fĂŒr mĂ€chtig viel Wirbel in den Abwehrreihen des RSW und Joachim war es auch, der fĂŒr den Anschlusstreffer sorgte (Ferk Martin verlĂ€ngerte einen Ball unglĂŒcklich an die eigene Latte, Joachim staubte ab). Zu diesem Zeitpunkt sicher verdient aber mit dem Beigeschmack, dass das Tor nicht hĂ€tte zĂ€hlen dĂŒrfen, weil dem ein nicht geahndetes Handspiel von Neubauer Mario vorausgegangen war. Im Gegensatz zu den Jungen steckte Schwarzau nach dem Tor nicht zurĂŒck sondern gab noch mal richtig Gas. Ab nun lief fasst alles nur mehr in eine Richtung. Nahezu alles was an roten Trikots am Platz zu finden war stand in der eigenen HĂ€lfte und es folgte ein Befreiungsschlag auf den nĂ€chsten. ZĂ€hlbares sollte dabei leider nicht herausschauen. Es zeugt aber auch von der QualitĂ€t der Abwehrreihe rund um Schadlbauer Thomas, dass dem wo war.


Zwischendurch immer wieder gefĂ€hrliche Konter durch den RSW. Auch hier waren es die, an diesem Tag sehr lauffreudigen und schnellen StĂŒrmer, die fĂŒr Wirbel sorgten. Suppan Michael kann Neubauer Mario entkommen und spielt den Ball perfekt auf den im 16er frei stehenden Pucher Chris auf. Dieser schafft es nur leider nicht, den Ball aus ca. 12m schnell genug ins Tor zu spielen. Der zurĂŒckeilende Tormann kann den Ball noch abfangen. (Albert hat sich an diesem Tag nicht nur in dieser Situation in Bestform prĂ€sentiert!) Auch Rohrer Peter kommt immer wieder gefĂ€hrlich vors Tor. Nachdem er sich mit zwei WeitschĂŒssen herantastet (und Ferk Karl einmal aus guter Position verzieht) ist es wieder mal ein „gewohnter“ Gewaltschuss von ihm (direkt unter die Latte) der fĂŒr das 3:1 sorgt. Vielleicht Ausgleichende Gerechtigkeit, weil Peter zum Zeitpunkt des Abspiels durch Pucher Chris in Abseitsstellung war. Dies sollte dann auch das Endergebnis sein.

Schlusspfiff

Der Sieg fĂŒr RSW passt. In der ersten Halbzeit das Spiel bestimmt. Nach dem komfortablen Vorsprung durch das zweite Tor hinten rein gestellt und aufs Konterspiel verlagert, wobei die Konter so gefĂ€hrlich waren, dass in der entscheidenden Phase, als Schwarzau auf den Ausgleich drĂ€ngte, noch mit dem dritten Tor nachgelegt werden konnte. Spielerisch haben beide Mannschaften nicht ĂŒberzeugt und bei Schwarzau hatten die StĂŒrmer sicher ein wenig Pech bzw. einen nicht so guten Tag.

Ausklingen haben wir den Abend bei Jause und Bier lassen. Ein nettes Zusammensitzen und diskutieren und diskutieren und diskutieren und ...


Ergebnis

SV Schwarzau - RSW 1:3 (Tore: Suppan M., Ferk M., Rohrer)







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