
Es ist schon ein verdammt gutes Gefühl, am Tag danach aufzuwachen. Meine neue Adresse: Wolke Sieben, und noch einige Wolken über mir. Fuzi ... wie ma den do wieder obi holn, keine Ahnung. Mario wollt, dass ich den Bericht schreib und das obwohl er bei mir meist „schlecht“ wegkommt. Aber er vertrogt es eh. Jo und diesmal: Ehre wem Ehre gebührt. Er hat sich zwar selbst als Stürmer aufgestellt und es ist nun mal die Aufgabe der Vordersten, die Wuchtl im Netz unterzubringen und daher konnten wir uns schon was erwarten von ihm aber in dieser Art ist es ihm bzw. anderen RSWler bzw. SVSler selten zuvor gelungen an einem Turniersieg beteiligt zu sein. Aber vorab mal genug Worte des Lobes für unseren 14er, mehr folgen eh noch ...
Ich erwische mich immer wieder, so zwischendurch, dass ich die Faust Balle und gedanklich YEAH „schreie“. Meist dann gleich mehrmals hintereinander, aber es ist halt was ganz Besonderes ...
Es gehört viel Können dazu, ein Fußballtennisturnier zu gewinnen. Auf der Nudlsuppn daherschwimmen und dann gewinnen, geht net. Auch der Turniersieg vor zwei Jahren beim SeXer- Turnier in Wolfsberg war eine Sensation, überraschend, aber halt Kleinfeld. Das schmälert den Erfolg nicht, in keinster Weise. Es war nicht leichter, als andere Siege und vielleicht sogar der schönste Turniersieg, wir haben super gespielt und verdient gesiegt ... aber „richtiger“ Fußball wird am Großfeld gespielt, 11 gegen 11, des is halt so. Wir haben das Spiel net erfunden ... und dessen waren wir uns auch alle bewusst weil nicht umsonst haben wir uns vor dem letzten Jahr zwei große Ziele gesteckt: Sieg gegen die (alt)Herren des SV Schwarzau und ein Großfeldturnier gewinnen. Ersteres haben wir letztes Jahr erreicht. Es war gut fürs Selbstvertrauen und so einige (Fußball-) Diskussionen zwischen den „Generationen“ werden seither „anders“ geführt. Aber bei all unseren Erfolgen, wenn’s um „richtige“ Turniersiege ging, durften wir uns von so manchen Herren (Herr Walter Prassl tat sich da meist besonders hervor) immer noch was anhören ... meist „Märchen“, vermuten wir, aber mit mitreden konnten wir halt net so viel. Dann kam Gigging 2009. Wie alle wissen, unser erster Großfeldturniersieg. Das tat gut, aber der „Beigeschmack“, dass einige sehr gute „Alte“ dabei waren. Hat perfekt funktioniert, aber wir waren‘s halt nicht allein. Ist an sich irrelevant, fühlt sich auch so verdammt gut an, aber wir wissen, wenn’s ums mitreden nach a poar Bier geht, hört man das dann halt schon hin und wieder. Is eh liab gmant, aber ... Jo, diese Diskussion hätt ma nun für alle mal BEENDET. Der Rote Stern, WIR, sind TURNIERSIEGER! Seit 2009, seit Gigging und Schichenau, und keiner kann uns was davon erzählen, wie das so ist, was man tun muss dafür, was zusammenpassen muss. Nun wiss ma‘s wie mans mocht und wie sich’s anfühlt. Ein „Projekt“, dass 2005 beim Turnier in Schwarzau begonnen hat, hat gestern einen weiteren Höhepunkt erreicht. Unvorstellbar, wie sich „alte Deppen wie wir“ über so was freuen können. Aber es ist immer so im Leben, dafür lebt man, dass man was erreicht!
Keine Ahnung, wie man so einen Tag „zusammenfasst“. Hab nur wirre Gedanken im Kopf die sich so gar nicht „strukturieren“ lassen wollen, aber wen kümmert es. Fußball kann man auch net planen und nen Turniersieg schon gar net. Nach einem solchen Tag wie gestern sieht man alles vielleicht ein wenig durch die „rosarote Brille“, ich besonders (gern), wie man weiß. Und so ist vielleicht auch alles zu lesen, was hier steht.
Der Turniertag
Wie jedes Turnier begann auch Schichenau 2009 mit dem oft aufreibenden Bemühen, 11 bis 15 Hansl zu finden, die Zeit und Lust haben, mit dabei zu sein. Wer hat Zeit, is dabei, doch net, vielleicht schon, eher nicht, frag ma den noch, der is verletzt, der beim Gady Markt, i jetzt doch, aber nur, wenn i kam des Leiber weg nimm, muss net unbedingt, aber würd scho gern. Jetzt samma 14, wenn alle kommen, also könnte ma no ... wie viel Dressen haben wir noch mal? Host den schon gfrogt? Und dann stehen 14 Leute in Schichenau, na Moment mal, der Trumsi find net hin und wär beim Sportplatz in St. Stefan abzuholen. Ok, jetzt fehlt nur mehr der Bernhard (find der überhaupt her?), und dann warat ma do. 14 Menschen streifen sich das Trikot über, sondieren die Wiesn und das Wetter (alles perfekt) und Fuzi steht schon beim Turnierplan und könnt sich schon wieder ärgern. Sieben Mannschaften, eine Dreier und eine Vierer Gruppe, Turnierbeginn erst nach Mittag, keine KO-Runde, gleich Platzierungsspiele nach der Vorrunde, schon ein komischer Modus, aber is halt so. Wenigstens scheint es so, dass wir in der leichteren Gruppe sind, leider halt in der Dreiergruppe und daher nur zwei Spiele und daher sollt ma des erste Spiel auf keinen Fall verlieren. Super, Stress schon vorm ersten Spiel. Aufwärmen, Gruppenphoto, Teichpiraten ... sollte gehen ... is gegangen, zumindest zu Anfang. Wir spielen zwar unser mit Abstand schlechtestes Spiel an diesem Tag aber Dank einem energischen Einsatz von Fuzi gehen wir in Führung. Am Ende sollte es ein 1:1 Unentschieden werden. Ein Freistoß von der linken Seite wird zwar schlecht geschossen aber abgefälscht, senkt sich hinter der Abwehr, da steht ein Teichpirat, kommt irgendwie mit dem Knie ran, wieder steigt der Ball auf, wieder senkt er sich ab, diesmal leider hinter Edwin, der noch mit den Fingerspitzen dran ist aber nicht abwehren kann. Naja, wirklich Pech, das Tor, aber da wir kein weiteres Tor im Turnier zulassen sollten, wird’s „verziehen“.
Bei zwei Spielen mit einem Unentschieden starten ... net so optimal. Zumindest ist der Gruppensieg aus eigener Kraft nicht mehr möglich – die anderen müssen „mitspielen“. Im zweiten Spiel dann der FC Kölli. Ein alter Bekannter und das sollte (und musste!) nun wirklich gehen. Heimo, ein alter „Turnierschlauer“ gab die Marschrichtung vor: „ein 2:0 dürfte reichen, um ins Finale zu kommen“. Ok, wenn’s sonst nix is. Ein Steigerung war nötig. Und wieder ist es Mario, der uns in Front bringt. Schön herausgespielt über die Linke Seite, ein Stanglpass, der an der Abwehr vorbeirollt und Mario ist zur Stelle. Halbzeit. Nach einer Leermeldung im ersten Spiel der Offensivabteilung klappt das im zweiten Spiel wesentlich besser. War auch notwendig. Dann nach der Pause das erlösende 2:0. Diesmal über rechts. Martin flankt in den 16er wo Mario den Ball in der Luft direkt nimmt und im Netz unterbringt. Sein schönstes Tor an diesem Tag, sein Drittes! Dabei sollte es dann bleiben. Hinten wieder super gestanden, vorne die Tore gemacht, die notwendig sind. Passt.
So, und nun hieß es warten. Was machen die Teichpiraten gegen Kölli bzw. umgekehrt.

Es lief perfekt. Kölli erzielt schnell ein Tor und dann plätscherte das Spiel dahin. Die Teichpiraten konnten nicht zulegen und Kölli war anscheinend zufrieden. Schlusspfiff und wir waren im Finale!
Es schien, als ob für uns heute die richtigen Mannschaften zur richtigen Zeit gekommen sind. Schwache Teichpiraten am Anfang, dann stärkere aus Gigging und am Ende der FFC Trössengraben im Finale. Wir haben uns mit unseren Gegenspielern gesteigert, so dass es immer gereicht hat. Der FFC gewann seine Gruppe mit gleich vielen Punkten wie Betonwerk Kirchbach, gleiche Tordifferenz, direkte Begegnung 1:1, nur haben sie ein Tor mehr geschossen, was reichte. Kurios auch noch, dass der FFC das letzte Spiel in der Gruppe hatte und mindestens 5:0 gewinnen musste, um Erster zu werden und ja, sie gewannen 5:0 ... schon beeindruckend.
Und dann das Finale.

Noch kein Spiel verloren und im Finale wollte wir auch net damit anfangen. Sagt man halt. Außerdem hat uns nur der größte Pokal wirklich gefallen und außerdem hatten wir eh noch eine Rechnung mit dem FFC offen. Vor zwei Jahren beim Kleinfeldturnier in Dörfla waren wir ihnen im Finale unterlegen. Aber es is halt der FFC, der vielleicht „professionellste“ Hobbyfußballverein bei uns in der Gegend. Größtes Turnier, sehr starke Spieler, regelmäßig Training (mit Trainer!) und sie spielen echt gut. Da hat man natürlich besonders Respekt. Aber vielleicht war auch das gut für uns. Man tut sich selber leichter, wenn die andere Mannschaft Fußball spielt und net nur den Ball rausdrischt und wenn man mit der nötigen Einstellung ins Spiel geht und das war diesmal absolut so. Wir waren vom Anpfiff weg extrem konzentriert und motiviert. Nicht hart, aber hartnäckig, bissig, aggressiv ... es war ein sehr schönes Finale, guter Fußball, schöne Aktionen (endlich läufts auch in der Offensive ganz gut) und Spieler, die um das „Eizerl“ mehr „leisteten“ als sonst. Da wäre Karli, der auffiel. Laufen und kämpfen, unglaublich, immer da, wo der Ball war und selten einen Zweikampf verloren. Manchmal mit nicht fairen Mitteln aber das passt so, dass muss man so machen. Er hat vor der Abwehr „gewütet“ und dann vielleicht noch Robert Pichler auf der Linken Seite. Immer anspielbar, hatte seinen Gegenspieler im Griff und war um den Tick schneller, der reichte, um an ihm vorbeizuziehen, in den 16er, und das Leder in die Maschen zu setzen. Eine wunderschöne Aktion in der ersten Minute. Man o man, das tat gut, sich gleich zu Beginn nen Polster zu schaffen. Und dann haben wir etwas gemacht, von dem ich selbst nicht wusste, dass wir das können. Wir haben weiter voll mitgespielt und uns nicht hinten rein drängen lassen, haben vielleicht sogar die besseren Chancen herausgespielt und waren echt gut. Jojo, das können wir schon, weiß ich, aber in einem Finale gegen Trössengraben ... mit Sicherheit eines unserer besten Spiele bisher. Es war großartig. Nach 30 Minuten dann der erlösende Pfiff und wir sind uns in die Arme gefallen. TURNIERSIEGER! Trössengraben gratulierte uns und man merkte auch ihnen an, dass wir nicht mit Glück gewonnen hatten. Ebenbürtig trifft‘s sehr gut, meine ich.
Danach: Die obligatorische Kiste Bier, im Kreis sitzen, abklatschen, Diskutieren, extreme Freude, Schlachtgesänge ... Nicht dass wir uns mit dem Pokal für den Turniersieger nicht begnügt hätten aber an diesem Tag räumten wir einfach alles ab: Edwin absolut verdient Bester Tormann des Turniers und Mario ebenso absolut verdient bester Torschütze, wenn er auch noch eine Extraschicht einlegen musste und sich in einem Elferschießen gegen einen Mitstreiter um die Krone durchsetze.

Jo, jetzt wiss ma wie‘s geht, wos olles dazugehört. A Potzn Glück, der richtige Gegner zur richtigen Zeit, zumindest a Tor mehr als der Gegner, die nötige Einstellung und a Haufn von zumindest 11 Leutln, die Fußball einfach lieben.
A jo, folgendes is uns bei unseren Spinnereien bei einigen Bier noch gekommen:
Unsere „Tourdaten“:
* SeXer-Turnier SV Wolfsberg (23.6.2007)
* Fußballtennisturnier Tagensdorf (19.8.2007)
* Fußballturnier FC Kölli (8.8.2009)
* Fußballtennisturnier Schwarzau (16.8.2009)
* Fußballturnier SV Schichenau (12.9.2009)
Das darf ruhig (so) weitergehen. Ich bin „stolz“ ein roter Stern zu sein. Ab heute sind wir auch fußballtechnisch wer ;-) das wissen wir seit gestern und das fühlt man, das fühlt sich verdammt gut an ...
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